Radreise Ostseeinseln und Dresden 2015

Hallo, liebe Freunde!                                                                                      

 

Hier ist der Bericht von der Radreise an die Ostsee und nach Dresden
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Für die 'große' Radreise in diesem Jahr haben wir uns für die Firma Neubauer-Reisen entschieden. Sie führte uns nach Stralsund und von dort aus auf die Inseln Hiddensee, Rügen und Usedom. Auf der Heimfahrt machten wir in Dresden Station...   Aber alles der Reihe nach:

Am Freitag schon brachte ich die Räder nach Altenberg, damit ich am Sonntag nur die Damen (ach ich vergaß: Ich hatte diesmal einen 'Harem' mit: Beatrix, Maria und Brigitte!) transportieren brauchte...
Los gings am Sonntag (in aller Hergottsfrüh') um 5 Uhr: Da war unser Busstart in Altenberg bei der Firma Neubauer. Nach zwei Haltestellen in Dornach und am Hauptplatz begann die (lange) Busreise. Groß war meine Überraschung, als in Altenberg Horst E. und in Dornach Erwin F., zwei 'alte' Schikollegen, zustiegen! Da die beiden in der Reihe vor mir saßen, war eine kurzweilige Busfahrt 'vorprogrammiert'!
Die Busfahrt war zwar lang, aber auf Grund der abwechslungsreichen Gegenden (schliesslich passierten wir Prag, Dresden und Berlin) nicht langweilig! Am späten Nachmittag waren wir in Stralsund: Das Hotel, die 'Hafenresidenz' war toll: Ein suuuper Zimmer (mit Ausblick auf die Ostsee), hervorragendes Abendessen (immer mit viiieeel Fisch für meinen Liebling...) und ganz nahe der Altstadt.
Der nächste Tag, der Montag begann mit einer Bootsfahrt: Wir enterten die Fähre nach Hiddensee. Die Insel Hiddensee ist ein beliebter Urlaubsort (sie darf mit privaten Kraftfahrzeugen nicht befahren werden) und ist daher sehr ruhig... Auch wächst auf der Insel der Sanddorn in großen Mengen: Seine Früchte werden zu alkoholischen (Sanddornlikör und Sanddorngeist) und alkoholfreien Getränken (kalter und heißer Sanddornsaft), vitaminhaltigen Speisen (Sanddorntorte und -eis) verarbeitet. (Ich habe ein Weizenbier mit Sanddorn probiert: Lies' sich gut trinken!)
Aber zurück zum Radeln: Da wir 35 Radler waren, teilte uns Franz in zwei Gruppen: Eine führte er mit seiner Renate, die andere übernahm Helmut St., der mit Leo auf einem Tandem unterwegs war! Beatrix und ich entschieden uns, wie Maria und Brigitte, mit Franz zu fahren. Von Neuendorf, dem Ziel der Fähre, radelten wir zuerst nach Süden. Beim Leuchtfeuer Gellen, dem 'kleinen Leuchtturm' macht wir kurz Rast. Weiter gings dann bis zur Klimphoresbucht; dort beginnt ein Naturschutzgebiet, deswegen war dort für uns 'Ende'. Retour gings den selben Weg über Neuendorf und Kloster bis zum Leuchtturm Dornbusch. Von dort radelten wir auf der anderen Seite von Hiddensee über Kloster und Vitte zurück nach Neuenburg; dann wieder mit der Fähre nach Stralsund...
Am Dienstag stiegen wir in den Bus: Helmut, unser Busfahrer, brachte uns in den Norden der Insel Rügen. Dort, in Breege, stiegen wir auf die Räder und radelten an der Ostküste entlang bis Kap Arkona. (Hier war in den Zeiten der DDR noch militärisches Sperrgebiet!) Ein Besuch des Leuchtturmes war natürlich Pflicht! Nach dem Mittagessen (und einer gemütlichen Runde zu verschiedenen 'Bankerln') machten wir uns auf, der Nordküste entlang, über kleine, schmucke Dörfer, nach Wiek und von dort wieder nach Breege, wo uns Helmut wieder aufsammelte und die Räder verstaute.
Der Mittwoch war ebenfalls Rügen gewidmet, aber diesmal der Süden: Helmut brachte uns an die Ostküste von Rügen: Von dort radelten wir zur 'Viktoria Sicht' um einen Blick auf die Kreidefelsen von Rügen zu werfen. Dann gings weiter über Sassnitz nach Pora, wo wir uns den "Koloss von Prora" die Riesenbauten des ehemaligen 'KdF-Seebad Rügen' ansahen: Acht auf einer Länge von etwa 4,5 Kilometern entlang der Küste aneinandergereihte baugleiche Häuserblocks, die ursprünglich Gästehäuser werden sollten. Inzwischen ist einer der Blocks eine Jugenherberge, andere werden als Ferien- bzw. Eigentumswohnungen ausgebaut...  Von dort radelten wir weiter in das Seebad Binz (auf eine Mittagsjause und einem Eis...). Anschliessend radelten wir, beim Jagdschloss Granitz vorbei, weiter nach Sellin und sahen uns die schöne Seebrücke an. Das letzte Stück bis Göhren war schnell abgefahren: Dort Räder verladen, und gleich auf die andere Strassenseite in den Bahnhof: Der 'Rasende Roland' wartete auf uns! Eine Schmalspurbahn, die 'Rügensche Kleinbahn', die uns mit 'rasenden' 20 - 40 km/h zurück nach Binz brachte... War ein Erlebnis!!!
Unser letzter Ostsee-Tag, der Donnerstag, stand im Zeichen von Usedom, eine Insel in der Pommerschen Bucht. Helmut brachte uns nach Peenemünde, wo wir zum Start unserer Radtour kurz Halt beim ehemaligen Heeresversuchsgelände machten und einen kurzen Blick auf die dort ausgestellte A4 und V1 warfen... Von dort gings zum Hafen, dort liegt ein altes sowetischen Raketen-UBoot, U 461. Das nächste Ziel war das Karlshagen, eines der vielen Ostseebäder entlang der Usedomer Küste. In Ückeritz, beim dortigen Campingplatz-Restaurant, machten wir Mittag. Die polnische Grenze erreichten wir kurz nach dem Ostsee-Heilbad Ahlbeck: Kurz ein Foto, weiter nach Swinemünde (schon in Polen). Nach einer kurzen Rast gings weiter und nach knapp 8 Kilometer erreichten wir wieder die Deutsche Grenze und kamen zum Endpunkt der Tour: Kamminke! Eine kurze Rast und für einige Radlkollegen ein Bier, dann ab in den Bus und zurück nach Stralsund! Am Abend machten wir nach dem Essen noch einen Spaziergang in der Stadt...
Freitag war wieder Reisetag: Auschecken aus dem Hotel, rein in den Bus und ab nach Dresden! Am Nachmittag waren wir, kurz vor Dresen, am Schloss Moritzburg angelangt. Dieses Barockschloss liegt mit seinen sogenannten Himmelsteichen in einer malerischen Landschaft und ist es wert, besucht zu werden. Ein Rundgang bis zum Jagdschloss und zu dem an einem Teich gebauten Leuchtturm samt Mole beschloss unseren Besuch.
Kurz darauf waren wir in unserem Hotel: 'Hotel am Blauen Wunder'. Auspacken und ein kurzer Spaziergang: Wir wollten unbedingt 'Das Blaue Wunder' sehen! Nach ein paar Meter waren wir da: Die Loschwitzer Brücke! Sie wird allgemein 'Das Blaue Wunder' genannt, wegen ihrer blauen Farbe.
Samstag, der letzte Radltag wurde heiss! Hatten wir an der Ostsee sehr kühle 20 - 22 Grad, so versprach die Wettervorhersage für Dresden bis zu 30 Grad! Wir starteten auf der rechten Elbeseite und wechselten nach ein paar Kilometern bei Kleinschachwitz mit einer Fähre die Uferseite um zum Schloss Pillnitz zu gelangen. Ein Rundgang durch diese ausgedehnte Schloss- und Parkanlage zeigte uns die Pracht, die u.a. August der Starke zum Ausdruck brachte! Nach dieser Besichtigung radelten wir weiter elbeaufwärts, vorbei an Birwitz, Praschwitz, Copitz bis Rathen, unserem Umkehrpunkt. Hier in Rathen, liegt das sogenannte Elbsandsteingebirge: Hier wird es 'Die sächsische Schweiz' bezeichnet. Für uns bedeutete es: Radln abstellen und einen steilen Fussmarsch hinauf auf 300 Meter zur Aussichtsplattform. Pffff.... Da kommt man erst recht ins Schwitzen! Aber der Aufstieg hat sich gelohnt: ein herrlicher Ausblick! Nach der Mittagsrast (wieder an der Elbe) setzten wir mit der Fähre über auf das andere Elbeufer und radelten Richtung Dresden. Eigentlich wollten wir in Pirna Rast machen, aber eine Wahlveranstaltung am Marktplatz, dicht beim Cafe, verhinderte es. Deshalb radelten wir weiter, bis wir ein kleines Bistro an der Elbe fanden: dort konnten wir unseren Duuuurst löschen! So ging die letzte Radltour auch gut zu Ende! Abends machten wir noch einen kleinen Spaziergang zum 'Blauen Wunder'...
Der letzte Tag, der Sonntag, führte uns noch in die Innenstadt von Dresden: wir sahen bei einem Rundgang die Frauenkirche, die Semperoper und den Zwinger. Trotz der Hitze war es ein beeindruckender Spaziergang: Schliesslich war die Frauenkirche, in den Zeiten der DDR nur eine Ruine! Erst 1994 begann der Wiederaufbau, der erst 2005 abgeschlossen war. Zwinger und Semperoper war ebenso schwer beschädigt, wurden aber von der DDR wieder aufgebaut... Interessant!
So, das wars: Zu Mittag startete Helmut den Bus: Es ging ab nach Hause!     Das war eine wunderschöne Radreise!!
  Alle   Fotos   können bei mir auf einer CD (in hoher Auflösung) gegen Unkostenersatz bezogen werden.

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